Mögliche Schilddrüsenerkrankungen
Die Schilddrüse kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein, die jeweils unterschiedliche Symptome und Auswirkungen auf den Körper haben:
1. Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Bei einer Hypothyreose produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, was zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels führt. Typische Symptome sind Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut, Gewichtszunahme, Verstopfung und allgemeine Antriebslosigkeit. Auch die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis können beeinträchtigt sein. Die Hypothyreose tritt häufig bei Frauen auf.
Die häufigste Ursache für eine Hypothyreose ist die Hashimoto-Thyreoiditis, eine autoimmune Erkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und ihre Funktion beeinträchtigt.
2. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Im Gegensatz dazu kommt es bei einer Hyperthyreose zu einer Überproduktion der Schilddrüsenhormone, was den Stoffwechsel beschleunigt. Dies führt zu Symptomen wie Nervosität, Herzrasen, Gewichtsverlust, Schwitzen, Zittern und Schlaflosigkeit.
Eine häufige Ursache der Hyperthyreose ist der Morbus Basedow, eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem Antikörper produziert, die die Hormonproduktion stark anregen.
3. Schilddrüsenknoten und Schilddrüsenvergrößerung (Struma)
Schilddrüsenknoten sind Gewebewucherungen in der Schilddrüse, die entweder gutartig oder in seltenen Fällen bösartig sein können. Während viele Knoten keine Symptome verursachen, können größere Knoten die Schilddrüsenfunktion beeinflussen, eine Überfunktion auslösen oder zu einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) führen. Eine vergrößerte Schilddrüse kann Schluckbeschwerden, Heiserkeit und ein Druckgefühl im Hals verursachen.
4. Entzündungen der Schilddrüse (Thyreoiditis)
Schilddrüsenentzündungen können akut oder chronisch verlaufen und unterschiedliche Ursachen haben, wie Viren oder Bakterien. Zu den Symptomen zählen oft Fieber, Hals- und Muskelschmerzen sowie Schwellungen im Halsbereich. Chronische Entzündungen, wie bei Hashimoto, entwickeln sich oft über Jahre und werden erst durch Symptome einer Unterfunktion auffällig.
Der Nutzen eines Schilddrüsen-Screenings
Ein regelmäßiges Screening kann helfen, Schilddrüsenerkrankungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie ernsthafte Beschwerden verursachen. Das Screening umfasst meist eine Blutuntersuchung zur Überprüfung der Schilddrüsenhormonwerte und gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung. Eine rechtzeitige Diagnose ermöglicht eine gezielte Behandlung und kann so schwerwiegenden Folgen wie Herzproblemen, Depressionen oder Stoffwechselstörungen vorbeugen.
Auf die richtige Ernährung kommt es an
Die Schilddrüse benötigt bestimmte Nährstoffe, um richtig zu funktionieren. Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, die Gesundheit Deiner Schilddrüse zu unterstützen. Ein wichtiger Nährstoff für die Produktion von Schilddrüsenhormonen ist Jod. Eine ausreichende Zufuhr von Jod ist wichtig, jedoch solltest Du darauf achten, diesen Nährstoff nicht in zu großen Mengen zu Dir zu nehmen, da dies sonst Probleme verursachen kann. Selen wiederum unterstützt die Umwandlung von T4 in das aktivere T3. Nüsse, Fisch und Fleisch sind gute Quellen für Selen. Ein weiterer wichtiger Mineralstoff ist Zink. Dieser hilft bei der Produktion und Aktivierung der Schilddrüsenhormone.
Bleibe gesund und achte auf Deinen Körper – die Schilddrüse spielt dabei eine Schlüsselrolle!